Das Passader Backhaus unterstützt zu Weihnachten 2021 den Verein Rehkitzrettung Probstei

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Wir ziehen immer alle Register, um die Suche nach Rehkitzen kurz vor der Mahd einer Fläche möglich zu machen“, sagt Kristin Scharnberg, Vorsitzende des Vereins Rehkitzrettung Probstei e.V., während sie Olaf Knickrehm, Geschäftsführer des Passader Backhauses, die Vorgehensweise bei der Suche mit den Kameradrohnen erläutert. „Dafür darf das Netzwerk gern noch wachsen. Wir freuen uns über personelle Verstärkung. Wer frühmorgens hellwach ist, um eine Drohne zu fliegen, oder auf flinken Beinen in den Wiesen Kitze in Sicherheit bringen möchte, ist bei uns herzlich willkommen.“

Der Verein Rehkitzrettung Probstei e.V. hat sich der Aufgabe angenommen, Grünlandflächen vor der ersten Mahd im Mai/Juni nach jungen Rehkitzen abzusuchen, die dort von ihren Müttern natürlicherweise viele Stunden am Tag hohen Gras versteckt zurückgelassen werden.

Um nicht von Feinden entdeckt zu werden, drücken sich die noch kleinen Kitze in den ersten Wochen bei Gefahr ganz flach in das Gras. So regungslos verharrend sind sie für den Landwirt bei der Mahd einer Wiese nahezu unsichtbar und können vom Mähwerk erfasst, schwer verletzt oder getötet werden.

Um Rehkitze vor diesem traurigen Schicksal zu bewahren, begann eine Handvoll engagierter Naturschützer im Sommer 2018 damit, in Absprache mit den Landwirten Wiesen in der Probstei vor der Mahd nach Rehkitzen abzusuchen und diese in Sicherheit zu bringen.
Im Mai 2021 wurde dann offiziell der Verein „Rehkitzrettung Probstei e.V.“ gegründet.
Er hat zurzeit 30 ehrenamtliche Aktive.

In den ersten Jahren schwärmten die Ehrenamtlichen in großer Zahl am Tag vor der Mahd einer Wiese aus und suchten mit Kind und Kegel versteckte Kitze, brachten sie an den Wiesenrand oder verscheuchten Ricke und Kitz aus dem Grünland. Diese Art der Suche war zeitaufwändig, es konnten nur kleine Flächen abgesucht werden, und dabei wurden längst nicht alle Kitze gefunden.

 

Die Arbeit der Rehkitzretter erfuhr von Anfang an viel Zustimmung der Landwirte in der Probstei. Viele waren erleichtert und dankbar darüber, dass die Mäharbeit im Grünland für die Wildtiere so sicherer gemacht wurde und Tierverluste vermieden werden konnten.

Demzufolge stieg auch die Anzahl der Suchanfragen, die zudem oft gleichzeitig eintrafen, da die Mäharbeit im Grünland nun mal witterungsabhängig ist.

2021 nutzte die Gruppe erstmals als private Leihgabe zur Verfügung gestellte Drohnen mit Wärmebildkamera, um versteckte Kitze in der Frühdämmerung im noch taunassen Gras aufzuspüren. Mit der Kombination Drohnenpilot und Läuferteam, das der Flugbahn der Drohne folgt und die als Wärmequelle entdeckten Jungtiere in Sicherheit bringt, konnten in diesem Jahr auf einer auf 350 ha gewachsenen Suchfläche 51 Kitze sowie weitere Jungtiere geborgen werden.

Begeistert von diesem Erfolg möchte sich der Verein eine eigene Kameradrohne anschaffen, um auch gleichzeitig eintreffende Suchanfragen von Landwirten abarbeiten zu können. Da für die Sucharbeit auf ausgedehnten Grünlandflächen eine hochfliegende Drohne mit hochauflösender Kamera notwendig ist, ist dafür mit Anschaffungskosten von bis zu 7.000 € zu rechnen. Da kann die Spende des Passader Backhauses in Höhe von 1.000 € schon mal einen Grundstock bilden.

Das Passader Backhaus möchte mit der Spende das Engagement für die Wildtiere in der Region unterstützen und einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Rehkitze und andere Jungtiere erfolgreich aufwachsen können.

Mehr über die Rehkitzrettung Probstei lesen Sie unter www.rehkitzrettung-probstei.de.